Mit Hunde Welpen verreisen

Zusammen mit Hundewelpen in den Urlaub

5 Welpen auf der Decke
Hundewelpen gemeinsam auf der Decke© olav.mueller / flickr

Der lang ersehnte Sommerurlaub steht vor der Tür und für viele Tierhalter steht nun die Frage im Raum, nehme ich meinen geliebten Vierbeiner mit auf Reisen oder schaffe ich ihn lieber zu Bekannten? Die meisten Hundebesitzer entscheiden sich oft für die erste Variante und starten mit dem kleinen Freund gemeinsam in den Urlaub. Die Suche nach einer passenden Unterkunft für Hunde ist schon schwer genug, doch mit Welpen ist es noch viel schwerer. Die Region muss sehr gut auf den Welpen zugeschnitten sein, die Urlaubsgestaltung gehört bestmöglich abgestimmt und einen passenden Gastgeber muss man auch noch finden, den Welpen in der Wohnung oder im Haus nicht stören.

Wer mit Welpen verreisen möchte, muss daher vorher genau Planen und einige wichtige, grundlegende Voraussetzungen beachten, damit der Urlaub nicht zu einem Desaster wird. Das Wichtigste dabei ist das Alter der Welpen. Den richtigen Zeitpunkt kann man da nicht nennen, bei einigen sind es 3-4 Monate, bei anderen eher ein Jahr. Wichtig ist vor allem, dass der Welpe sich schon an seine Herrchen gewöhnt und Vertrauen in sie gefunden hat. Nichts ist für den jungen Hund schlimmer, als eine neue Umgebung vorzufinden und sich dort "alleine und verlassen" zu fühlen. Der Umgebungswechsel ist schon schwer genug, da benötigt er zumindest eine starke und vertraute Hand an seiner Seite, die ihn begleitet und in der "fremden Welt" beiseite steht.

Reiseziel und Urlaubsart

verträumter Hundwelpe
Verträumter Welpe auf dem Schoß vom Herrchen© leisergu / flickr

Ein Urlaub mit Hunden schränkt die möglichen Reiseziele schon sehr ein, noch knapper werden die Möglichkeiten jedoch, wenn man mit Hundewelpen in den Urlaub fahren möchte. Welpen kennen eigentlich nur zwei wirkliche Zustände: Quirlig aktiv oder schlafen. Daher sind auch sonst durchaus gute Wanderurlaube mit Welpen nur bedingt geeignet, denn Welpen können keine langen Strecken bewältigen. Sie benötigen viel Auslauf, das aber auf viele kleine Touren verteilt, lange Wanderungen sind nicht sinnvoll. Sind dennoch längere Touren geplant, so sollte auf jeden Fall ein Hunderucksack oder Ähnliches mitgenommen werden, in dem der Welpe zwischendurch auch getragen werden kann, so wie man Kinder oder Babys auch mitnehmen würde. Ein eigener Futter- und Wassernapf ist selbstverständlich.

Städteurlaube mit abendlichen Besuchen von Gaststätten, Opern oder anderen Veranstaltungen sind auch eher nicht möglich. Während ältere Hunde durchaus ein paar Stunden in einer fremden Umgebung alleine verweilen können, ist das für Welpen stress pur. Selbst wenn diese schon an die Abwesenheit der Herrchen gewöhnt sind, so ist es in Verbindung mit der unbekannten Umwelt dennoch ein Problem. Auch tagsüber beeinträchtigen Welpen die Urlaubsplanung ungemein. Spontane Ausflüge über den ganzen Tag verteilt werden sehr erschwert, denn Welpen benötigen viel Schlaf um sich richtig entwickeln zu können. Permanente Ortswechsel und stetig von einem Ort zum nächsten "geschleppt" zu werden machen dies natürlich unmöglich.

Bei Urlaubern beliebte Urlaube am Strand scheiden auch aus, denn ein Badeurlaub mit Welpen am Mittelmeer ist für den kleinen Vierbeiner nicht nur langweilig, sondern kann auch gefährlich sein. Entfernte Ziele, etwa außerhalb von Deutschland, sind oft schon wegen den Einreisebestimmungen und Impfvorschriften ein Problem. Bestimmte Impfungen (etwa die Tollwutimpfung) müssen vorhanden und schon eine bestimmte Zeit alt sein, gleichzeitig können diese aber auch erst ab einem gewissen Alter des Hundes erfolgen. So ergeben sich schon alleine dadurch Monate, in denen eine Fernreise mit Welpen in so ein Land gesetzlich nicht möglich ist.

Anreise

Zwei Hunde am Autofenster

Wenn man es in Betracht zieht, mit dem Welpen in den Urlaub zu fahren, dann sollte das Ziel und die damit verbundene Anreise gut überlegt sein. Zwar können Welpen aufgrund ihrer Größe und des Gewichts in aller Regel im Flugzeug mit in die Kabine genommen werden, doch ein Spaß ist das für den Hund nicht. Flugreisen mit Welpen sind eigentlich erst ratsam, wenn der Hund schon alt genug und erwachsen ist. Sollten dennoch Flugreisen geplant sein, so sind auf die jeweiligen Einreisebestimmungen und Bedingungen der Fluggesellschaften zu achten.

Reisen mit dem Auto sind da für den Hund wesentlich entspannter, hängen aber auch davon ab, ob der Welpe schon an das Auto gewöhnt ist und wie lange er schon Fahrten in ihm erlebt hat. Um die Anreise zu angenehm und kurz wie möglich zu gestalten eigenen sich vor allem hundefreundliche Reiseziele in Deutschland, aber auch viele Regionen in Europa. Aber auch hier sind die nötigen Papiere Pflicht. Für Reisen mit Welpen in Deutschland reicht etwa der internationale Impfpass aus, für Reisen mit Welpen in Europa ist der EU-Heimtierpass jedoch unerlässlich.

Wichtig bei Fahrten mit dem Auto sind natürlich, wie bei allen anderen Hunden auch, regelmäßige Pausen, damit der Hund ausreichend trinken, Luftschnappen und Gassi gehen kann. Bei Welpen eher öfters und dafür kürzer. Wasser und eventuell ein Spielzeug müssen auch auf jeden Fall mit. Auf eine Fütterung direkt vor der Fahrt sollte jedoch verzichtet werden, denn Welpen sind sehr empfindlich und es könnte ihnen sonst im Auto übel werden. Auch Hitze, Zugluft oder Kälte durch Klimaanlagen können dem Hundebaby schaden, wodurch man als Herrchen durchaus auf sonst üblichen Komfort oder Gewohnheiten verzichten muss.

Probleme mit Gastgebern

kleiner Welpe liegt auf dem Sofa

Natürlich ist bei den kleinen Vierbeinern auch das Thema Stubenreinheit zu beachten. Es gibt keine bestimmte Zeitangabe, wann der Welpe stubenrein ist, manche lernen es sehr schnell mit wenigen Wochen, andere benötigen einen wesentlich längeren Zeitraum. Die Gefahr ist auch, dass ein bereits stubenreiner Welpe durch den Umgebungswechsel wieder rückfällig wird und nicht mehr stubenrein ist. Dies ist insbesondere auch einer der Gründe, warum Gastgeber vor Welpen oft zurückschrecken. Ein andere ist der Spieltrieb. Ältere Hunde haben diesen oft schon hinter sich oder wurden entsprechen erzogen, Welpen hingegen interessieren sich für alles. Sie wollen die Welt entdecken, alles Beschnüffeln und Anknabbern, was ihnen in die Quere kommt. Dies ist in einer Ferienwohnung natürlich weniger gut, wodurch man extrem auf den Hund und was er tut aufpassen muss. Dies betrifft jedoch nicht nur die Einrichtung der Unterkunft, sondern auch den Welpen direkt. Spielt dieser etwa unbeaufsichtigt im Garten, so können giftige Pflanzen und Pilze schnell zum Verhängnis werden.

Ähnliche Artikel